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Wagrien (Schleswig-Holstein)

Das Testgebiet „Wagrien" liegt vollumfänglich im Grundwasserkörper (GWK) ST07 „Kossau / Oldenburger Graben" im Dreieck Kiel-Lübeck-Fehmarn. Der GWK ST07 und damit das Testgebiet „Wagrien" hat eine Größe von ca. 1.225 km².
Der GWK ST07 wird hinsichtlich der Nitratbelastung durchgängig als gut bewertet. Die Grundwasser-Messstellen liegen alle bei <10 mg Nitrat/L. Jedoch ist der westliche Teil des Testgebietes im Landkreis Plön durch einen hohen Anfall an organischen Wirtschaftsdüngern geprägt. In diesem Bereich des Testgebietes gibt es Betriebe mit einer Schweinehaltung > 1,5 GVE/ha, die an der „170 kg N-Grenze" wirtschaften.
Das Testgebiet liegt in dem Hauptnaturraum „Östliches Hügelland" in den Kreisen Plön und Ostholstein. Geologisch handelt es sich um ein reliefiertes Jungmoränengebiet. Auf der flächendeckend oberflächennah verbreiteten Grundmoräne mit geringmächtiger Geschiebe-decksandauflage (3 bis 5 dm) haben sich vorwiegend pseudovergleyte Parabraunerden und Pseudogleye sowie in Niederungen Gleye und Gley-Podsole entwickelt. Der hohe Anteil an Stauwasser beeinflussten Böden spiegelt die Wirkung der wasserstauenden Grundmoräne wider. Als Besonderheit quert der „Oldenburger Graben" das Testgebiet zwischen Weißenhäuser Strand und Dahme. Hier herrschen Anmoore und Niedermoore vor. Der vorwiegende Grundwasser-Flurabstand liegt bei ca. 10 m. Die mittlere Lufttemperatur liegt bei 9,1°C und die langjährige mittlere Jahres-Niederschlagssumme beträgt ca. 650 mm/a. Die mittlere Grundwasserneubildung liegt bei 100 bis 150 mm/a. Das Testgebiet „Wagrien" ist eine ertragsstarke Ackerbauregion mit überwiegend sandigen Lehmböden mit 40 bis 65 Bodenpunkten.
Hauptanbaukulturen im Testgebiet sind Weizen und Raps. Die dominierenden Fruchtfolgen sind Raps-Weizen-Weizen und Raps-Weizen-Gerste. Ergänzt werden die Fruchtfolgen durch Silomais, Triticale und verschiedene Sommerungen.
Laut Nährstoffbericht Schleswig-Holstein (MELUND 2015) beträgt im Testgebiet „Wagrien" die mittlere N-Zufuhr ca. 220 kg N/ha und die mittlere N-Abfuhr ca. 164 kg N/ha. Hieraus ergibt sich ein mittlerer N-Flächenbilanz-Saldo von ca. 56 kg N/ha.

Lage des Grundwasserkörpers ST07 (orange) in Schleswig-Holstein (links) und flächenbezogene Anbaustruktur 2021 auf den 72 Testschlägen im Testgebiet "Wagrien" (rechts). (Abbildung links: Karte = stepmap.de, Abbildung rechts: INGUS).

Demonstrationsbetriebe

Im Testgebiet „Wagrien" sind alle sechs Demobetriebe konventionelle Vollerwerbsbetriebe mit dem Schwerpunkt Ackerbau. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche der Demonstrationsbetriebe reicht von ca. 310 ha bis ca. 860 ha. Die durchschnittliche Größe eines Demonstrationsbetriebes im Testgebiet „Wagrien" beträgt ca. 575 ha. Die durchschnittliche Schlaggröße liegt bei ca. 20 ha.

Regionaler Einrichter in Schleswig-Holstein

Regionaler Einrichter für das Testgebiet "Wagrien" ist die INGUS Ingenieurdienst Umweltsteuerung GmbH aus Hannover in Niedersachsen. Die Demonstrationsbetriebe in dem Testgebiet werden über die INGUS-Zweigstelle in Nortorf (SH) betreut.
Die INGUS GmbH ist ein bei Landwirten, Fachministerien, Fachbehörden und Kommunen langjährig anerkanntes Fachbüro der Agrar-Umwelt-Beratung.

Die INGUS GmbH verbindet seit über 20 Jahren die Fachdisziplinen Land- und Forstwirtschaft, Bodenkunde, Geographie, Geologie und Hydrogeologie und ist damit in der Lage komplexe Ursache-Wirkungs-Beziehungen landwirtschaftlicher Flächennutzung einerseits und Boden-, Moor-, Gewässer-, Klima- und Naturschutz andererseits zu bearbeiten. Personelle Basis hierfür ist ein erfahrenes Team mit über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Fachbereichen Agrar-, Boden- und Geowissenschaften.

Die Haupttätigkeitsfelder der INGUS GmbH sind:

  • Landwirtschaftliche Gewässerschutzberatung in Trinkwasserschutzkooperationen (NI, SH, NRW) und in Beratungsgebieten der EG-Wasserrahmenrichtlinie (NI, SH)
  • Einzelbetriebliche Beratung landwirtschaftlicher Betriebe (NI; SH, NRW)
  • Bodenkundliche Fachgutachten, z. B. in Wasserrechts- und Beweissicherungsverfahren (NI; SH, HE)
  • Erfassung und Bewertung landwirtschaftlicher Stofffeinträge in Landschaften (NI; SH, NRW, HE)
  • Geoinformationssystem (GIS)-Projekte
  • Fachbezogene Öffentlichkeitsarbeit

Als regionaler Einrichter im Testgebiet „Wagrien" steht ein dreiköpfiges INGUS-Team zur Verfügung:

  • Dr. Franz Antony (Gesamtverantwortung)
  • Loreena Knecht (Projektkoordination)
  • Stefan Dose (Betreuung der Demonstrationsbetriebe)

LINK zu INGUS

 

Wagrien (Schleswig-Holstein)

Wagrien (Schleswig-Holstein)

Das Testgebiet „Wagrien" liegt vollumfänglich im Grundwasserkörper (GWK) ST07 „Kossau / Oldenburger Graben" im Dreieck Kiel-Lübeck-Fehmarn. Der GWK ST07 und damit das Testgebiet „Wagrien" hat eine Größe von ca. 1.225 km².
Der GWK ST07 wird hinsichtlich der Nitratbelastung durchgängig als gut bewertet. Die Grundwasser-Messstellen liegen alle bei <10 mg Nitrat/L. Jedoch ist der westliche Teil des Testgebietes im Landkreis Plön durch einen hohen Anfall an organischen Wirtschaftsdüngern geprägt. In diesem Bereich des Testgebietes gibt es Betriebe mit einer Schweinehaltung > 1,5 GVE/ha, die an der „170 kg N-Grenze" wirtschaften.
Das Testgebiet liegt in dem Hauptnaturraum „Östliches Hügelland" in den Kreisen Plön und Ostholstein. Geologisch handelt es sich um ein reliefiertes Jungmoränengebiet. Auf der flächendeckend oberflächennah verbreiteten Grundmoräne mit geringmächtiger Geschiebe-decksandauflage (3 bis 5 dm) haben sich vorwiegend pseudovergleyte Parabraunerden und Pseudogleye sowie in Niederungen Gleye und Gley-Podsole entwickelt. Der hohe Anteil an Stauwasser beeinflussten Böden spiegelt die Wirkung der wasserstauenden Grundmoräne wider. Als Besonderheit quert der „Oldenburger Graben" das Testgebiet zwischen Weißenhäuser Strand und Dahme. Hier herrschen Anmoore und Niedermoore vor. Der vorwiegende Grundwasser-Flurabstand liegt bei ca. 10 m. Die mittlere Lufttemperatur liegt bei 9,1°C und die langjährige mittlere Jahres-Niederschlagssumme beträgt ca. 650 mm/a. Die mittlere Grundwasserneubildung liegt bei 100 bis 150 mm/a. Das Testgebiet „Wagrien" ist eine ertragsstarke Ackerbauregion mit überwiegend sandigen Lehmböden mit 40 bis 65 Bodenpunkten.
Hauptanbaukulturen im Testgebiet sind Weizen und Raps. Die dominierenden Fruchtfolgen sind Raps-Weizen-Weizen und Raps-Weizen-Gerste. Ergänzt werden die Fruchtfolgen durch Silomais, Triticale und verschiedene Sommerungen.
Laut Nährstoffbericht Schleswig-Holstein (MELUND 2015) beträgt im Testgebiet „Wagrien" die mittlere N-Zufuhr ca. 220 kg N/ha und die mittlere N-Abfuhr ca. 164 kg N/ha. Hieraus ergibt sich ein mittlerer N-Flächenbilanz-Saldo von ca. 56 kg N/ha.

Lage des Grundwasserkörpers ST07 (orange) in Schleswig-Holstein (links) und flächenbezogene Anbaustruktur 2021 auf den 72 Testschlägen im Testgebiet "Wagrien" (rechts). (Abbildung links: Karte = stepmap.de, Abbildung rechts: INGUS).

Demonstrationsbetriebe

Im Testgebiet „Wagrien" sind alle sechs Demobetriebe konventionelle Vollerwerbsbetriebe mit dem Schwerpunkt Ackerbau. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche der Demonstrationsbetriebe reicht von ca. 310 ha bis ca. 860 ha. Die durchschnittliche Größe eines Demonstrationsbetriebes im Testgebiet „Wagrien" beträgt ca. 575 ha. Die durchschnittliche Schlaggröße liegt bei ca. 20 ha.

Regionaler Einrichter in Schleswig-Holstein

Regionaler Einrichter für das Testgebiet "Wagrien" ist die INGUS Ingenieurdienst Umweltsteuerung GmbH aus Hannover in Niedersachsen. Die Demonstrationsbetriebe in dem Testgebiet werden über die INGUS-Zweigstelle in Nortorf (SH) betreut.
Die INGUS GmbH ist ein bei Landwirten, Fachministerien, Fachbehörden und Kommunen langjährig anerkanntes Fachbüro der Agrar-Umwelt-Beratung.

Die INGUS GmbH verbindet seit über 20 Jahren die Fachdisziplinen Land- und Forstwirtschaft, Bodenkunde, Geographie, Geologie und Hydrogeologie und ist damit in der Lage komplexe Ursache-Wirkungs-Beziehungen landwirtschaftlicher Flächennutzung einerseits und Boden-, Moor-, Gewässer-, Klima- und Naturschutz andererseits zu bearbeiten. Personelle Basis hierfür ist ein erfahrenes Team mit über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Fachbereichen Agrar-, Boden- und Geowissenschaften.

Die Haupttätigkeitsfelder der INGUS GmbH sind:

  • Landwirtschaftliche Gewässerschutzberatung in Trinkwasserschutzkooperationen (NI, SH, NRW) und in Beratungsgebieten der EG-Wasserrahmenrichtlinie (NI, SH)
  • Einzelbetriebliche Beratung landwirtschaftlicher Betriebe (NI; SH, NRW)
  • Bodenkundliche Fachgutachten, z. B. in Wasserrechts- und Beweissicherungsverfahren (NI; SH, HE)
  • Erfassung und Bewertung landwirtschaftlicher Stofffeinträge in Landschaften (NI; SH, NRW, HE)
  • Geoinformationssystem (GIS)-Projekte
  • Fachbezogene Öffentlichkeitsarbeit

Als regionaler Einrichter im Testgebiet „Wagrien" steht ein dreiköpfiges INGUS-Team zur Verfügung:

  • Dr. Franz Antony (Gesamtverantwortung)
  • Loreena Knecht (Projektkoordination)
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