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Inhalt: Lampertheim (Hessen)

Lage des Testgebietes
Das Testgebiet Lampertheim liegt in Südhessen und umfasst drei Gemeinden mit insgesamt sieben Gemarkungen. Diese befinden sich innerhalb der beiden Grundwasserkörper DEHE_2395_3101 und DEHE_2393_3101. Die Gebietsgröße beträgt insgesamt 148 km². Das Gebiet liegt in östlicher Richtung, wobei drei Testflächen teilweise in einem Trinkwasserschutzgebiet liegen, und grenzt in nördlicher und westlicher Richtung an den Rhein. Das Testgebiet erstreckt sich über rund 15 km (Luftlinie) bis zur Landesgrenze von Hessen und Baden-Württemberg. Die beiden Grundwasserkörper werden vom HLNUG hinsichtlich Nitrat und Ammonium als schlecht eingestuft.

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Niederschläge
Die durchschnittlichen Jahresniederschläge (1991–2020) liegen bei 545 mm pro Jahr, während die Durchschnittstemperatur im Mittel 11,2 °C beträgt. Im Jahr 2024 betrugen die durchschnittlichen Niederschläge 686,5 mm und die mittlere Temperatur lag bei 12,2 °C. Das Testgebiet Lampertheim zeichnet sich, bedingt durch die Lage am Rhein, durch ein verhältnismäßig warmes und trockenes Klima aus. Die Witterung und der damit einhergehende frühe Vegetationsbeginn begünstigen den Anbau verschiedenster Kulturen.

Bodenverhältnisse
Angesichts der geologischen Entstehungsgeschichte mit alten Flussschleifen von Neckar und Rhein, gibt es in Lampertheim eine Vielzahl an Bodenarten. Diese reichen von moorigen, lehmigen, tonigen bis sandigen Böden. Die Bodenarten variieren oftmals sehr kleinräumig z.B. innerhalb eines Schlages. Generell kann gesagt werden, dass im östlichen Teil der Gemarkung häufiger sandige Böden und im nördlichen sowie westlichen Teil der Gemarkung tonige und lehmige Böden vorherrschen.

Betriebstypen
Aufgrund der vielen verschiedenen angebauten Kulturen kommen im Testgebiet Lampertheim viele unterschiedliche Betriebstypen vor. Die Betriebstypen reichen vom klassischen Ackerbaubetrieb mit wenigen Kulturen bis hin zum hochspezialisierten Gemüsebaubetrieb mit mehr als 20 Kulturen. Auch die Betriebsgrößen unterscheiden sich erheblich.

Fruchtverteilung
Neben dem klassischen Ackerbau sind im Testgebiet der Gemüse- und Sonderkulturanbau, der Erdbeeranbau, der Anbau von Dauerkulturen (z. B. Spargel) sowie der Kräuteranbau verbreitet. Der Anteil des Gemüsebaus (inkl. Spargel) an der Ackerfläche im Testgebiet beträgt über 45 %. Die Bedeutung der Tierhaltung und der Grünlandwirtschaft ist im Vergleich zu anderen Regionen eher gering. Im Jahr 2025 wurden auf den ausgewählten Testflächen 31 % Gemüse und 1 % Spargel angebaut. Auf den übrigen Flächen erfolgte der Anbau von Getreide, Mais, Zuckerrüben, Kartoffeln sowie verschiedenen Leguminosen.

Demonstrationsbetriebe

Die Betriebsgrößen der Demonstrationsbetriebe im Testgebiet Lampertheim liegen derzeit zwischen 89 ha und 443 ha. Zwei Betriebe halten Rinder, ein weiterer betreibt eine Legehennenhaltung mit rund 900 Hühnern. Auf den Flächen der sechs Demonstrationsbetriebe werden überwiegend Gemüsearten (z. B. Kohlpflanzen, Möhren, Buschbohnen, Zwiebeln, Spinat), Dauerkulturen (Spargel), Hackfrüchte (Kartoffeln, Zuckerrüben), Leguminosen (Sojabohnen, Lupinen, Erbsen) sowie Getreide und Ackerfutter (Silomais, Körnermais) angebaut.

Regionaler Einrichter in Hessen

Der Wasser-, Boden- und Landschaftspflegeverband Hessen (WBL Hessen) ist die Landesorganisation der hessischen Beregnungsverbände und Wasser- und Bodenverbände. Im WBL Hessen sind 39 Wasser- und Bodenverbände mit rund 12.000 Mitgliedern – überwiegend landwirtschaftlichen Betriebe – organisiert. Die Mitgliedsfläche umfasst ca. 220.000 ha, von denen rund 25.000 ha zur Beregnung erschlossen sind.
Zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie sind seit Jahren die Beratungskräfte von der WRRL-Abteilung des WBL im Hessischen Ried tätig. Wir verfügen über eine langjährige Beratungserfahrung in der Landwirtschaft in Bezug auf eine gewässerschutzorientierte Bewirtschaftung und bisher wurde eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Landwirten in diesem Gebiet verwirklicht.

Als regionaler Einrichter im Testgebiet Lampertheim stehen die folgenden Ansprechpartner zur Verfügung:

Uwe Roth (Gesamtverantwortung)
Aliyeh Darzi (Projektkoordination)
Jaqueline Essig (Betreuung der Demonstrationsbetriebe)

LINK zum WBL